Die WolkenRoller präsentieren „Alice im Wunderland“
Frei nach Lewis Carroll
Wer bin ich? Und wie verändere ich mich, wenn die Welt plötzlich nicht mehr eindeutig ist?
Mit ihrer diesjährigen Produktion widmen sich die WolkenRoller dem Klassiker „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll – einer Geschichte über Veränderung, Identität, Fantasie und das Gefühl, in einer Welt voller Regeln und Widersprüche den eigenen Platz finden zu müssen.
Im Zentrum der Inszenierung steht Alice, die dem weißen Kaninchen in seinen Bau folgt und in eine Welt gerät, in der Größen sich verschieben, Sprache verrutscht, Zeit stillsteht und vertraute Ordnungen außer Kraft gesetzt werden. Begegnungen mit bekannten Figuren wie der Grinsekatze, der Raupe, dem Hutmacher oder der Herzkönigin eröffnen dabei nicht nur absurde und humorvolle Situationen, sondern auch Fragen nach Wahrnehmung, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.
Die WolkenRoller entwickeln ihre Produktionen in einem gemeinsamen Prozess. Über ein Jahr hinweg arbeitet die inklusive Gruppe, bestehend aus 20 Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam an Figuren, Szenen, Bewegungen und Bildern. Dabei entsteht Theater als kollektiver Erfahrungsraum, in dem unterschiedliche Ausdrucksweisen, Perspektiven und Fähigkeiten selbstverständlich nebeneinander bestehen dürfen.
In Kooperation mit dem Jugend- und Kulturzentrum Komplex Schüttorf, der Oberschule Schüttorf, der Lebenshilfe für die Grafschaft, der Wilfried-Jeurink-Stiftung Bad Bentheim und dem Theaterpädagogischen Zentrum der Emsländischen Landschaft ist so eine Inszenierung entstanden, die die poetische und zugleich widersprüchliche Welt von „Alice im Wunderland“ auf eigene Weise erforscht. Spielerisch, körperlich, musikalisch und mit großer Ensemblekraft erschaffen die Beteiligten ein Wunderland, das nicht nur von Fantasie erzählt, sondern auch davon, wie unterschiedlich Menschen Wirklichkeit erleben.
Die Produktion versteht Inklusion nicht als Thema, sondern als künstlerische Praxis: Theater entsteht hier aus Begegnung, gegenseitigem Vertrauen und der gemeinsamen Suche nach Ausdruck.
Das „Inklusive vernetzende Theaterprojekt“ wird von 2025 bis 2029 durch die Aktion Mensch gefördert.